Wohnwagen einen Meter höher: unser Frankreich-Abenteuer
Eine entspannte Fahrt nach Südfrankreich wurde zur Herausforderung, als sich zeigte, dass unser Stellplatz einen Meter über dem Weg lag. Zu viert stand der Wohnwagen schließlich oben — aber gebucht hätten wir ihn nie.

Frankreich im Juli. Auto bis zum Dach beladen, Wohnwagen hinten dran, Kinder auf der Rückbank mit Tablet und zu viel Süßigkeiten. Wir waren eine dieser Familien, die denken: Das wird der schönste Urlaub aller Zeiten. Und ehrlich? Bis zur Schranke des Campingplatzes war er das auch.
Dann sahen wir unseren Stellplatz.
Die Fahrt, die gut begann
Wir hatten Monate im Voraus gebucht. Ein mittelgroßer Familiencampingplatz in der Dordogne, schöne Fotos auf der Website, hervorragende Bewertungen. In der Bestätigungsmail stand eine Stellplatznummer — 611 — mit dem Hinweis „geräumig und sonnig am Rand des Geländes“. Klang perfekt. Platz für die Kinder, keine Nachbarn direkt an der Markise, Sonne für die Solarmodule.
Die Fahrt lief reibungslos. Französische Mautstellen, ein Mittagsstopp bei Reims, eine Nacht im Hotel unterwegs. Bei der Ankunft bekamen wir Karte und Schrankencode und wurden auf das hintere Feld gelotst.
Und dann: diese Kante
Stellplatz 611 war tatsächlich geräumig und sonnig. Er lag allerdings auch einen vollen Meter höher als der Zufahrtsweg. Kein Anstieg, keine Rampe — eine steile Grasböschung, oben die ebene Fläche, auf die der Wohnwagen musste. Der Weg selbst war schmal, mit einem Graben auf der anderen Seite. Rückwärts, weite Kurven, schräg anfahren: alles unmöglich.
Wir stiegen aus und schauten uns an. Unser Sohn fragte: „Papa, wie bekommen wir ihn da hoch?“ Ehrliche Antwort: keine Ahnung.
Vier Mann, viel Stöhnen, ein Wohnwagen an seinem Platz
Die Rezeption war erstaunlich gelassen: „Ah oui, pitch 611. Il faut pousser.“ Es gebe mehrere solcher Plätze, sagte der Chef, ursprünglich für Dauercamper gedacht, die einst mit einem Traktor hochgezogen wurden. Für Durchreisende? Man macht das eben mit Muskelkraft.
Zwei niederländische Nachbarn, ein Franzose beim Gassigehen und der Sohn des Betreibers mit einem Holzbalken als Hebel. Wir schoben, sie schoben, jemand rief in gebrochenem Französisch „doucement!“, und nach 45 Minuten Schweiß stand unser Wohnwagen oben. Applaus, aufgeschürfte Hände, ein warmes Getränk aus der Kühlbox als Belohnung.
Am Ende wurde es ein schöner Urlaub. Aber diese ersten zwei Stunden? Ganz oben auf unserer Liste „Situationen, in die wir uns lieber nicht gebracht hätten“.
Was wir vorher gerne gewusst hätten
Auf der Website stand nichts vom Höhenunterschied. Nichts in der Bestätigungsmail. Nichts bei Google Maps — das zeigt Satellitenbilder, keine Höhenlinien. Und die Bewertungen? Meist über den Pool und die Baguettes an der Rezeption. Kein Wort über den Anstieg zu Stellplatz 611.
Im Nachhinein denken wir: Wenn jemand vor uns dort gewesen wäre und ein einziges Foto vom Weg hinauf zum Platz gemacht hätte — wir hätten diesen Platz nie gebucht. Nicht aus Angst, sondern aus gesundem Menschenverstand. Wir hätten Stellplatz 41 oder 55 gewählt, die tiefer liegen. Oder einen anderen Campingplatz.
Genau dieses fehlende Stück Information ist der Grund, warum es Pitchviewer gibt: echte Fotos echter Stellplätze, gemacht von Campern, die dort standen.
Hilf dem nächsten Camper — mit einem Foto
Seit diesem Urlaub machen wir es anders. Bei der Ankunft fotografieren wir unseren Stellplatz — auch die Zufahrt, den Höhenunterschied, die Position des Stromkastens. Und wir laden es hoch.
So geht's:
- Ist der Campingplatz schon auf Pitchviewer? Öffne die Seite und tippe auf den + Button für Stellplatz hinzufügen. Fotos, Nummer, Höhenunterschied in der Beschreibung — fertig.
- Noch nicht dabei? Dann füge den Platz zuerst hinzu. Drei Tipps über Campingplatz hinzufügen: auf Google Maps suchen, Daten prüfen, bestätigen. Und danach deinen Stellplatz.
- Unsicher, wie es geht? In unserer Anleitung Campingplatz oder Stellplatz hinzufügen steht alles Schritt für Schritt.
Klüger buchen: worauf wir jetzt achten
Für unsere nächste Frankreich-Reise haben wir eine kleine Fragenliste. Nützlich für jede Buchung — nicht nur in bergigen Regionen:
- Liegt der Stellplatz auf gleicher Höhe wie der Zufahrtsweg? Wenn nicht, wie groß ist der Unterschied?
- Ist der Platz ohne enge Kurve oder steilen Anstieg erreichbar?
- Gibt es befestigten Untergrund oder nur Gras (das bei Regen zur Matschgrube wird)?
- Gibt es aktuelle Fotos — nicht vom Campingplatz allgemein, sondern von deinem konkreten Stellplatz?
- Kannst du einen bestimmten Stellplatz reservieren, oder wird vor Ort einer zugewiesen?
Unsicher bei einem Platz? Suche den Campingplatz auf Pitchviewer und sieh, ob andere Camper Fotos geteilt haben. Nichts da? Auch das ist ein Signal.
Verwandte Geschichten
Kommt dir etwas bekannt vor? Lies auch unsere frühere Erfahrung kein Schatten, nur Enttäuschung — anderer Stellplatz, gleiches Prinzip: Broschüre ≠ Wirklichkeit. Und zur Technik eines komfortablen Platzes unser Artikel was ist ein voll erschlossener Stellplatz.
Zum Schluss
Vier Mann, ein Wohnwagen, ein Meter Höhenunterschied. Eine lustige Geschichte am Campingtisch — aber es hätte leicht anders ausgehen können. Ein einziges Foto vorab hätte uns die ganze Situation erspart.
Planst du bald eine Reise? Schau vor der Buchung bei Pitchviewer vorbei. Und wenn du zurückkommst? Teile deine Fotos, auch die von der Zufahrt. Damit hilfst du der nächsten Familie, mit Wohnwagen und Nerven heil an ihrem Stellplatz anzukommen.
Kommentieren
Kein Konto nötig. Passende Kommentare veröffentlichen wir nach einer Prüfung.
